Schutz

Die Thera hat geschrieben, dass sie sich für uns wünscht, dass wir wieder in irgendeiner Weise in Kontakt kommen können.

Und jetzt lieg ich kurz vor Tavor mit engem Brustkorb hier.

So eine große Ablehnung aber eher Angst und ein riesen Schutzbedürfnis. Ich kenn mich gar nicht aus und bin nur überfordert.

Sehr ungut

Überschwemmt und der funktionale Rettungsring ist ab…

Wir halten keine Menschlichkeit um uns herum aus. Müssen zwischendurch die Augen schließen, weil Welt an sich auch zu viel ist.

Überlebensmodus und der Wunsch dass es bitte einfach aufhört. Dass wir uns hinlegen, die Augen schließen und für immer einschlafen dürften. Es ist zu groß das Leid und der Schmerz.

Der Therapeutin darf immer noch nicht geschrieben werden. Und von Innen kommt müde: Warum auch…

Die nächste Welle kommt. Ich halte die Luft an

Boa ej

Die widern mich an hier mit ihrem Gejammer.

Für alle Männer der Welt machen sie die Beine breit. Aber nicht für den Ehemann. Da kann man sich doch echt mal zusammenreißen.

Heulen hier rum und haben doch alles. Mann und Haus und Hund und Kind. Ich bin so aggro ej. Verzogene hochnäsige Miststücke. Da kann man nur zuschlagen und schütteln.

Einfach widerlich

Was läuft ab

Thera möchte einen negativen Test bevor wir kommen. Wir können ihn bei ihr machen.

Und seitdem ist es nicht gut. Irgendwas ist böse angetriggert. Wir konnten/durften nicht zur Therapie. Schmerzen und tiefes tiefes wurde angestupst. Nicht wegen des Tests. Wir haben Verständnis.

Soweit ich das überblicken kann, kann niemand mit ihr Kontakt aufnehmen. Grenzen. Die nicht meine sind. Und nicht weiß, ob es Ängste oder „Gemachtes“ ist. Es besteht gefühlt keine Verbindung mehr zur Thera. Nur kognitiv. Dass es sie gibt und dass es gut war.

Ich blicke nicht was passiert. Und richtig schlecht geht es irgendwie auch nicht. Keine Ahnung, was hier läuft. Gut ist es aber trotzdem nicht oder.

Lina

Weh

So wenig wie möglich An_spruch. Worte zu viel. In uns zu wenig. Schmerzen in den Augen vom Jetzt sehen. Wirkliche! Spürbare! Auf der Haut

Nichts geht. Und ich weiß nicht was ab_läuft. Keine Verbindung. Offline

Ich will etwas trennen können. Von Damals und Jetzt in ihre Teile. Klar. Wie man Eier trennt. Aber ich kann es nicht. Weil da nichts ist.

Einkaufsdissoziation

Schon als wir den Laden betreten höre ich ein Innen „Auweia denken.“ Aber da ist es schon zu spät. Bin über die Zurückgrenze hinweg.
Aber schon am Anfang bewegungsunfähig weg dissoziiert. Angst. Menschen. Zu viele. Und ich zu wenig wir.
Schritt für Schritt hängel ich mich am Einkaufszettel entlang. Immer wieder stoppt es. Stehe dissoziiert vorm Gemüse Käse Milch. Ich halte automatisiert den Einkaufszettel höher damit es so aussieht, als würde ich lesen. Aber wahrscheinlich würde es auch so niemand bemerken. Sind ja alle viel zu beschäftigt mit sich und der meiste Teil wahrscheinlich unwissend, was Dissoziation ist. Trotzdem, die Angst davor erwischt zu werden ist groß.
Zwischendurch die Angst so groß ganz wegzukippen. Körperlich. Und flehend, es möge doch bitte ein anderes Innen übernehmen, das fähiger ist. Nach welchen Regeln gewechselt wird ein Mysterium.

Ich könnte es mir vermeintlich einfacher machen. Aber die Folgen für mich, die ein Nicht Erledigen haben, sind weitaus größer.

Mir kommen die Worte der Therapeutin in den Sinn, dass wir eigentlich auch so jemand Liebes brauchen (Assistenz, wir arbeiten als Hep). Ich nehme diesen Satz und frage mich, was ich mit einem Klienten tun würde…. Tempo raus nehmen. Druck weg nehmen. Da sein. Und dann schlüpfe ich halb aus mir heraus. Mache langsamer und beruhige mich, dass ich nach jedem Regalabschnitt kurz stehen bleibe. Auch Dissoziation erlaube, als etwas, was dazu gehört. Und über die Fingerknöchel hinweg zu atmen. Dass es okay ist, wenn es dauert.

Ich bin am Ende durch. Ob ich nichts vergessen habe, weiß ich nicht. Ich hab kein Gefühl der Erleichterung, dass es vorbei ist. Oder gar etwas wie Stolz es geschafft zu haben. Vielleicht, weil mir auch da Infos und Zusammenhänge fehlen, die mir das markieren. Davon abgesehen, dass das Gefühl Stolz nur als Konstrukt in meinem Kopf besteht.

Aber es wiegt so viel, dass ich die Situation bewortet und geteilt gewusst haben möchte.
Weil es einen Moment der Andersartigkeit gab in dem Moment der Akzeptanz. Nicht gegen sondern mit der Dissoziation zu gehen. Entgegen aller gelernten Empfehlungen bisheriger Pfleger und Therapeuten….
Neue Wege? Entgegen? Sind sie dann richtig? Ich bin verwirrt.

Inneres Erleben

Tränen werden geweint. Unter Schmerzen krampft ihr Körper, bäumt sich nach oben, weil die Tränen verboten sind. Schsch… Sonst finden sie dich. War ja auch nicht schlimm.

Und dann zieht und nebelt es wie Gift aus dem Inneren. Schutz. Ich brauche Schutz. Ich vermittel nach hinten, dass alles okay ist. Versuche zu orientieren. Versuche zu zeigen mit allen Sinnen, dass wir geschützt sind. Überlege, frage, was helfen könnte, dass es geschützt werden kann.

Eisig schlägt es mir entgegen, dass der Schutz jetzt nichts mehr hilft. Dass es zu spät ist. Etwas erschüttert wurde. Ich spüre diese Schutzlosigkeit und noch irgendwas, dass es kam wie es ist. Und das Das gewaltig war.

Bevor ich etwas erwidern kann, zieht es mich weg. Eine stählerne Wand mit Wucht. Und spuckt mich zwei Stunden später wieder aus.

Orientierung neu. Und ich habe das Gefühl irgendetwas verarzten zu müssen.

Wiederholt

Es wiederholt sich wieder und wieder. Unsere Erwartungen zu viel(e).


„Das ist das warum eure Mitmenschen mit euch überfordert sind.“ Was meinst du damit? Was ist das das? Erwartungen… Die wir haben? Welche. Hatten keine. Oder doch?

Dürfen keine haben. Von uns ist auch nichts zu erwarten.

Kontaktabbrüche Weil man zu viel ist, schlimmer…weil man zu viel erwartet. Schlampe, hast nichts zu erwarten. Kriegst den Hals nicht voll. Biste selbst schuld. Es ist nichts neues. Es wiederholt sich auch in dieser Freundschaft. Da bei ist die eine noch gar nicht ganz abgeschlossen….Besser gleich weg. Allein sein….

Oh guck jetzt heult se wieder rum. Mimmimiii mich armes Traumatucktuck hat keiner lieb. Sei still. Musste mit klar kommen