Realität (zerdisst)

Freier Fall auf den Boden der Realität. Bääähm. Dissoziiere und wechsle. Das ändert die Realität nicht. Weiter geht es nicht. Zur Arbeit. Scheiß 15 Stunden Arbeit kriegt man nicht hin. Zu Lasten von anderen. Der Klienten eingenommen. Wer will sowas? Niemand!!! Da kannst du gut sein wie du bist. Wenn du nicht da bist, nutzt das niemanden. Krank…

Normal(i)___tät so nicht.

Dort sind wir rausgeflogen. Stecker raus. Einmal ins Rad und schön verdreht. Niemand weiß davon. Zu teuer um getötet zu werden. Leiden sollst du für deine Unvollkommenheit.

Innenschichten drücken übereinander.

Ohne Hilfe keine Chance. Mit auch nicht?

Was macht man, wenn Zeit nicht alle Wunden heilt?

Pause

Ich geh mit dem Kind spazieren. Ganz da soweit ich das kann. Aber ich bin Okay. Atmen. Zurück nicht mehr okay, weil irgendwas dazwischen war und ich meine Kochzeit nicht einhalten kann. Moritz auch noch unbedingt ein Spiel machen will.
Keine Ahnung ob es daran liegt oder war um dann was los geht. Schmerz und ES. Und Innen. Ich hatte davon genug die letzten Tage, ja Wochen. Ich kann nicht mehr…. Flashback mit der Mutter. Nichts dramatisches und doch verlieren wir die Fassung und fallen. Ich bitte nach innen alles dosierter zu machen… Dass das so nicht ertragen werden kann. Aber das verraucht wie der Dunst in der Abzugshaube. Irgendjemand hat solchen Schmerz. So sehr, dass ich den Impuls merke etwas zu nehmen und durch die Küche zu werfen. Heiße Tränen. Dann…. Unten… Das ist zu viel Demütigung. Ich schreie nach Innen, dass sie verschwinden sollen. Dass alles verschwinden soll. Dass jetzt alles okay ist. Schaut doch verdammt nochmal hin!!! Ich kann nicht mehr!!! Aber wir gehen unter in der Welle.

Kochen weiter bis der Mann kommt und uns loseist vom Herd. Ich wehre mich und rufe, dass es weg soll. Und sie. Dass ich das alles nicht will und kann. Irgendwer läuft dabei zum Ofen und mir läuft es nass die Beine runter. „Kaputtgefickt“. “ Schau mal, wie sie sich in die Hose macht.“ Der Mann sagt, dass es gut ist manchmal weiter zu machen, aber ich jetzt eine Pause brauche…. Verstehe nicht, was er meint. Aber gehe, weil die Kinder da stehen mit Fragen.
Würdelos hab ich mich umgezogen. Liege jetzt von Tränen gewärmt im Bett. Hinter mir ist nur Übelkeit. Pause habe ich keine und gelernt auch nichts.

Overload

Alles Dissoziieren und Wechseln. Irgendwann scheint das erschöpft zu sein.

Stehen still. Geräusche zerschlagen die Ohren. Der Mundraum innen ist schmerzhaft entzündet.

Wollensollenmüssen liegt unter Gehtnicht. Kein bisschen. Abhängigkeit und Ohnmacht. Die der Mann ausgleichen muss. Das schmerzt. Sehr. Wir hätten lieber jemanden, der Geld dafür bekommt, das er hilft. Und nicht diese freiwillige Verpflichtung weil Familie und nichts anderes bleibt.

Wir werden uns krank schreiben lassen. So weit ist es.

Es wird weiter gehen. Die Welt dreht sich weiter. Auch, wenn wir hier liegen grade im Moment.

Grundbedürfniss

Seit zwei Wochen Feuer Feuer Feuer!!!! Und alles geht durcheinander. Weil plötzlich dieses Brauchen da war. Was immer immer wieder kommt. So große Not, Verzweiflung und Angst. Und dieses Brauchen von Hilfe. Das Brauchen von jemanden anders. Obwohl man weiß, dass eine/die Person nicht helfen könnte den Zustand zu beenden. Und dass man es selbst schaffen muss. Dieses Brauchen wirft sich so heraus.

Und traumatisiert und bestätigt sich selbst immer wieder. Dass es keine Hilfe gibt. Dass es nicht wichtig ist und egal. Da kann ich ihm zeigen. Schau. Da ist jemand. Es reicht ihm nicht. Weil die Person nicht da ist. Nicht zeigt, durch Anrufen, dass sie sieht, wie schlimm es ist.

Inkompetent damit umzugehen. Kein Kuscheltier. Kein es ist jetzt so. Musik und Tee. Es geht wieder vorbei. Ich/wir probieren es und schaffen es nicht. Und dann bleibt uns nur der Schutz. Kontakt abzubrechen. Damit das Gefühl ausgehungert wird, weil da wirklich niemand ist. Ich will mich nicht als so bedürftig erleben. Und es ist auch nicht das, was ich will. Ich will mich selbst versorgen können. Und scheitere immer wieder an mir selbst. An meiner Unfähigkeit trotz Therapieerfahrung….

Ich kann mir ersehen, dass es das verletzte essenzielle Grundbedürfniss ist nach Schutz und Nähe. Dieses Situation Hilfe zu brauchen, dass dann da keine ist. Und man sich selbst auch nicht helfen kann, obwohl man muss, weil man es nicht aushält und dann spaltet… Todesangst… Immer wieder dann genau da.

Meine Therapeutin schrieb gestern, ob es jemanden Innen gibt, der die Innen in Not versorgen kann, an einen guten Ort bringen. Dann war ganz rum. Wieder zurückgeworfen auf sich selbst, wo man nicht kann. Imaginier dir…. Frag nach Innen. Das tut weh!!! Ich weiß!!!! Ich weiß das!!! Dass ich Mich erwachsen selber kümmern, halten muss. Dass wir uns kümmern müssen. Kann es aber oft nicht. Ich versuche es. Wir? Nicht mal das weiß ich, weil so viel gegensätzlich läuft.

Aber es geht oft nicht. Weil ich das, dieses was da erschüttert ist mit keiner Imagination, Kuscheltier, Musik erreichen kann…. Weil es was braucht. Von anderen Menschen. Oder gebraucht hätte.
Ja das ist das, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, dass da etwas so tief in den Grundbedürfnissen verletzt wurde. Essen, schlafen, trinken kriegt man so schwer hin. Aber da findet sich ein Weg. Aber Nähe und Schutz?

Eine Therapeutin meinte mal, man solle das verlezte Kind nachträglich retten aus einer traumatischen Person. Dass ein großes Kuscheliges Tier kommt und es rettet…. Mir hat das so so sehr weh getan.

Trauma ist ein A……

Es ist was abgelaufen. Uns ging es so schlecht.

Keine Ahnung wie und warum es anfing. Auch nicht wie und warum es aufgehört hat.

Wie gut, dass wir Überstundenfrei hatten und morgen wieder Arbeit los geht. Alle freien Tage für so ne scheiße. Und jetzt hat man eigentlich keine Kraft für Alltag. Bräuchte nur Ruhe…

Wenn es DIS wäre

Wenn es DIS sein soll, warum gibt es Stunden in denen ich so dysfunktional bin??? Obwohl wohl poly fragmentiert niemand übernimmt, der kann.

Warum sich Schmerz und Angst und Überforderung nicht mehr wegdissoziieren lassen???

Wenn es so wäre……

Und dann kann ich nichtmal sagen, was genau ist. Leere. Und vorher so viel Worte.

Zwei Gruppen

Und dann bin ich und das drum herum, so komplex es auch ist, einfach auch so fragil, weil es von etwas aufrechterhalten und gehalten wird, was mit Gewalt_igen Fäden zer_sponnen wurde. Es mich nicht umbringen sollte. Unter keinen Umständen sollte das passieren. Nur so als ob. Weil tot brachte ich ihnen nichts. Lächerlich da von Über_leben zu sprechen, Weil daran zu sterben nie eine Option war. Der Tod auch nicht die Aussicht sein sollte auf die ich blicken durfte. Nur das Sterben. Das sollte mir verINNERlicht werden. Wenn…, dann…. An welches Ende ich gehe. Ich wage nicht zu atmen, Weil ich Angst habe zusammenzufallen und alles mit mir. Wie kann etwas so gewalt_volles sich so zart und zerbrechlich anfühlen, dass ich mich so in meiner Existenz bedroht fühle??? Ja, eine von vielen. Und einige von wenigen die in der Weise ein Seelensplitter ist, der unbrauchbar unpassend für das System hinten runter fällt. Dort nicht hin passe, Weil die dort und ich eine andere Sprache sprechen. Sie sind nicht ich. Und ich nicht sie. Die Gemeinsamkeit ist der Körper. Der niemandem zu gehören scheint. Weil vieles außerhalb von ihm zu passieren scheint. … 

Und vermutlich werde ich für diesen Beitrag wieder zu leiden kriegen. Aber das tue ich eh. Von daher kann ich mich auch sichtbar machen und die in uns, die das nicht können.

Y.

Prinzessinnenprivileg

Zerfeinstaubbröselt bröckelt es so vor sich hin. Schreiben brachte es in Fluss
„(…) Und dann ist es ja auch noch, dass in der Welt so viel schlimmes passiert z.b. Afghanistan und ich nehme mir das Privileg raus, mich um mich zu kümmern. Und weiß noch nicht mal wie das geht. Voll Prinzessinnenmäßig. Ohhh… Ich kümmer mich mal um mich selbst. Andere arbeiten auch und haben Kinder und es nicht immer leicht im Leben.“
Sie lacht und wiederholt: „Prinzessinnenprivileg (…) Ich würde euch vom Grad her mit zu der Kategorie Afghanistan einordnen zu dem.“
Äh….. Whaaaaat? Konnte nix dazu sagen.

Es war schwer hin zu gehen. Und ich war dort furchtbar dissoziiert. Und es war hart. Hab einfach nur Wortbrocken ihr und mir entgegengeschleudert. Von Scham, Gedemütigt sein von sich, Selbstgewalt, psychischer Verwundung und psychischer Störung, zu lügen und hintergehen, vom Nachzeichnen eines Normalitätsbildes auf einer magischen Tafel, Weil man selbst mit allem wie man ist falsch und gestört ist. Weil das, was übrig blieb von „Dem da“ Nunmal nur das war wie man war.

Der Schmerz zu sehen, dass es Folgen hatte, die man nicht einfach wegfunktionieren kann.

Da liegen sie jetzt erstmal.
Wie Überschriften. Blöd, dass ich jetzt schon nicht mehr gut weiß, was genau. Aber sie sind ja bei ihr. Sie hat sie ja noch.

Sie ist wieder da. Und mit ihr Raum, für so sein. Für Wortlos und Wortsprudelnd. Für alle Facetten unbewertet da.

Wertvoll…. Und so neu

Zu engen Schuhe

Eine Situation mit dem Jüngsten, die sticht und ein wenig ängstig macht. In ihm etwas sehend, was die Thera bei uns vermutet. Vielleicht hat es deshalb so eine Wucht und ein drängendes Fragen aus dem Innen.

Es turnt und steigt auf mir herum. Die Katze sitzt mir dabei auf dem Schlüsselbein. Familie… Und ich… brenne. Vor Liebe aber auch vor Unaushaltbarkeit in dem Moment. Vor zu Laut und zu Nah und zu viel Tag übrig.

Interessiert und mit lieben Blick und Gespräch am Boden Lego spielend. Nebenher federleicht einen Kuchen backen und Näkeli bedienen.

Innen gebrochen und wund. Urlaub. Keine Arbeit. Keine Schule mit Hausaufgaben. Kein Kindergarten. Und trotzdem… Wie wenn man in zu engen Schuhen läuft und Blasen davon bekommt, wund, blutend. Man die Schuhe auszieht. Die Zehen pochen. Man spürt nur Schmerzen. Und dann fürchtet man sich vor dem Moment, wenn man die zu engen Schuhe wieder anziehen muss. Und das kippt schnell in Todesangst…..

Das beschreibt es ganz gut. Mir/uns geht es oft nicht gut, obwohl Urlaub und all das. Stehe da und rühre Tränen mit in den Kuchen. Weil es schmerzt. Und man so so ein verdammter Schwächling geworden ist. Nicht, weil Dinge nicht mehr gehen oder weniger gehen. Sondern, weil man den Schmerz dabei nicht mehr aushält. Das ist ein Unterschied. Eine Erkenntnis, mit der ich noch nichts anfangen kann. Der Selbsthass und Abwertung sich um mich ranken, Weil andere ja auch….

Und dann streut die Depression mit ihrem ich kann nicht mehr noch Salz in die Blasen.

Doch dann passiert es endlich. Erlösend. Dissoziation und völlige Leere. Kein Gefühl, völlige Loslösung, Hüllig, alles ausgesaugt. Ich kenne das. So war es 13 Jahre lang. Ich will das wieder so. Dauerhaft. Lieber innen tot als schwach und Schmerz. Die Herzensberührungen werden fehlen. Aber das wäre für mich verkraftbar. Das Opfer würde ich geben.