Disteln

Wir liegen vor der Toilette und ringe um (Lebens-)Luft. Die vielen Tränen verstopfen die Nase und Luftnot triggert anderes. Erbrechen wieder anderes. Zitternd versuche ich die Fassung zurück zu gewinnen. Aber da ist nichts, was sich fassen lässt. Oder wo man sich hineindrehen kann, damit das Lebenslicht leuchten kann. Und genau das macht die Situation zu einer, wie sie jetzt ist.

Gestern Abend habe ich genäht und mir ein Glas Trinken mitgenommen. Nichtsdenkend trinke ich einen Schluck. Noch rechtzeitig spucke ich aus, was da in meinem Mund ist. Eine Nähmaschinennadel lag in dem Glas. Die Nacht war nicht leicht und durchzogen mit Albträumen. Der Mann sucht morgens Nähe und in uns schnürrt sich es. Die Haut brennt wie Feuer. „Verpisst euch! Für andere Männer haben hier sogar welche mehr gemacht. Meine Scheiße und der liebt euch doch. Tut euch ja nix.“ Und mehr kommt von Innen. Aber es geht nciht. Keine Berührung aushaltbar. Das das so ist und da niemand drüber kann, schneidet jedes Mal tief. Bei allem Verständnis, will man ja auch wenigstens ein bisschen geben können. Morgens auf der Suche bin nach Anschluss und Triggerpunkten, bin ich auf eine Mail eines Innen an die Betreuerin gestoßen. Mir wird anders dabei und die Nadel im Glas wohl eher kein Zufall. Da wollte wohl jmd das Untier in sich erstechen…?

Heute feiert die Oma der Kinder Geburtstag. Ich entscheide mich dagegen mitzufahren. Geht jetzt schon nicht gut und dann ist das keine gute Basis. In der Lage etwas zu tun, ist hier niemand. UNd dann kommt Schmerz und Verzweiflung. Allen voran dem Unverständnis und dem dringenden Wunsch, das ES doch bitte aufhört. Dass ich aufhöre. Aufhöre so zu sein oder eher aufhöre so zu empfinden. Es ist doch alles gut JETZT. Warum kann es dann nicht auch gut sein. Und ich weiß, ich habe selbst in einem Beitrag geschrieben, dass man das GUTE auch anerkennen kann. Dass Distel neben Sonnenblume steht. Doch diese Sichtweise reicht dauerhaft einfach nicht. Ich, wir, werden geliebt….Und dass das trotzdem nicht ausreicht und heilt und mehr gut ist, als es ist, das ist für mich unaushaltbar oft und auch nicht zu verstehen. Ich will das so nicht. Auch so…zu leiden, obwohl nichts ist. Ja, es war etwas, aber doch nicht so zerstörrend. Der Wille allein und der Verstand damit komme ich aber nicht dagegen an. Ich weiß nicht wie. Dass es so ist, und mich so sehr undankbar und schlecht fühle.

Wenn man bei dem Bild des Gartens bleibt, sind da viele Disteln im Garten. Schmerz und Verletzung, die tiefe Wurzeln haben. Das wird immer wieder gespürt. Die Tiefe und Verbreitung und…und Zerstörung. Die auch viel Kraft und Nahrung ziehen. Vielleicht kann da nichts anderes wachsen.

Jetzt weiß ich nichts mehr schreiben. Es wird neblig, schleierig.

Es ist unge_heuer_liches in uns ja. Ungeheuerliches passiert. Wir sind allein damit. Disteln können sich nicht allein ziehen. Seid euch gnädig. So schwach das.

Vom Rettungswagen überfahren

Es flimmert vor den Augen. Die Überforderung endet im Krampfanfall.. Wieder einmal. Häufiger die letzten Tage. Die Bänder an den inneren Beinen und Armen tun schon von Grund auf weh. Und so Anfälle lassen sie gefühlt reißen, keinen Halt mehr haben. Kein Halt auch im Körper. Traumafolge auch das.

Das Ticken der Wohnzimmer Uhr schiebt die Zeit weiter voran. Markiert schlag für Schlag, dass es vorbei ist. Schiebt mich weiter vorwärts, obwohl ich innerlich still stehe. Schon lange. Schiebt den Rest, der übrig geblieben ist mit seinem Zeiger weiter voran.

Atmen tut weh. Weil, ja, ich will es so schreiben, am Leben gelassen (worden) zu sein weh tut. Vielleicht ziehen wir jetzt einen Shitstorm auf uns….

Diese Therapiesache jetzt hat den Rest gegeben. Die Vertretungsthera hat mit unserer Betreuerin gesprochen. Inhalt schon wieder dissoziiert. Hängen geblieben ist, dass die Vertretungsthera froh ist, dass wir die Betreuerin haben, dann sind wir wenigstens nicht allein. (Es schmerzt unfassbar. Wie sie das so sagen kann…. Nichts verstehend. Gar nichts. Und auch unfair der Betreuerin gegenüber, deren „Aufgabe und Wissen“ das gar nicht zu sein hat). Und dass sie betroffen ist, was sie ausgelöst hat. Tja…

Dieses große Unverständnis. Diese Parallelen. Dieses nicht Begreifen. Es dürfen Fehler passieren und Dinge angetriggert. Weil das nun mal so ist bei Menschen wie uns. Dass das nicht aus bleibt. Aber….. Das alles wie es war übertrifft die bisherigen Erfahrungen um Längen. Die Kliniken und Therapeuten die gut gemeint und schlecht gemacht. Oder ja auch die, die uns macht- und gewaltvoll behandelt haben…… Doch das jetzt…. Das ist eine andere Qualität. Weil es von Personen passiert ist, die Wissen haben und langjährige Erfahrung. Und uns bei allem Verständnis für deren persönliche Nöte (weiß nicht wie oft das gesagt wurde, dass das nichts damit zu tun hat!!!)von der einen erst die Beine weggefahren bekamen. Und wo wir da so am Straßenrand schwer verletzt liegen, die andere nochmal über die gleiche Stelle drüber gefahren ist.

Ein Innen hat bei der anderen Thera auf den AB gesprochenschimpft hat der Mann erzählt. Reaktion kam darauf keine. Und bitter denke ich, dass es aber genau so ist, wie sie es mal formuliert hat. Man kann bei uns oft nur falsch machen und die Sache ist so verheddert, dass man lieber nix macht. Das kann ich sogar verstehen, weil es tatsächlich so ist. Dass das mit einem Abschlussgespräch nicht getan wäre. Und das Misstrauen ihr und ihrer Worte gegenüber hoch ist. Tja, so hängen wir hier in unserem (eigen gesponnenem) Netz. Liege schwerstverletzt am Straßenrand. Umgefahren von zwei Rettungwägen. Nichts wert und für sowas wie uns gibt es keine Hilfe.

Und jetzt sollen müssen wir selbst versorgen. Wo wir doch schon alles vorherige nicht verpackt und versorgt bekommen haben. Nicht wissen, wie das geht.

K. Und M. Und L.

Noch einmal

Ich, M. wollte nicht mehr zur Vertretungstherapeutin. Zu große Angst. Zu wenig Schutz. Zu wenig Hoffnung.

Im Innen war am Mittwoch aber so ein innerer Kampf zwischen gehen und nicht gehen. So unfassbar krass zu spüren. Der Kopf gedehnt. Und ja gefühlt eine Pat Situation. Beide Seiten gleich stark. Wollten das Kind schnell mit dem Auto in den Kiga fahren. Schlüssel weg. Das war dann im Nachhinein Das zu viel des Guten. Weil logisch, wenn kein Autoschlüssel da ist, kann man auch nicht zur Therapie fahren…Das Kind grade so in den Kindergarten geschafft. Aber es war so anstrengend, schmerzhaft und….??? Angst auch auf der Straße zu dissoziieren und einen Krampfanfall zu bekommen…Dass es einfach nicht mehr ging. Ich habe nach einen Raum gefragt zum Alleine sein. Man sah es wohl dann auch oder zumindest hat man ein Glas Wasser angeboten. Und ob man lieber liegen mag. Dummerweise sind Tränen gelaufen. Die wissen dort an sich Bescheid. Naja. Also sie haben Kenntnis. Alles unsicher. Logisch. Ich bitte bitte nur einfach sitzen. Komme alleine klar! (*haha nicht. Aber ich warte, bis es wieder geht*)

Zu Hause versucht zur Ruhe zu kommen. Aber ging gar nicht… Und dann war so eine Klarheit, dass man jetzt los fährt, obwohl es schon eine halbe Stunde zu spät war. Ich war vorne. Aber nunja quasi nur Taxi. Im Auto liefen Tränen von denen die hin wollten, um nicht allein zu sein. Es hat mich erschreckt. Und… Ich habe erkannt, warum es auch immer wieder (auch ohne diese P*scheiße) Innen immer wieder zu DENEN zieht. Weil man sie nicht allein sein wollen. Und dabei reicht es nicht unter Menschen zu sein!!! Sondern es geht um das gesehen werden als System. Und ja, auch um jedes einzelne Innen, obwohl uns das so sehr zuwider ist. Gemacht worden ist von Täterseite aber auch der nunja gewaltvollen Verhaltenstherapie in der Jugend. Das hat mich berührt. Und geschockt in einer Art und Weise. Weil ich tatsächlich das Gefühl hatte beim dorthin fahren, dass wir das nicht tun sollten. Dass es uns schadet. Und dann war da Millimeter daneben die Spur zur nennen wir sie „körperlichen Gewalt“. Dorthin gingen wir auch, nur um nicht „allein“ zu sein. Schaden wird in Kauf genommen, um sichtbar zu sein. Ein Dazugehörigkeitsgefühl, was man in der anderen Welt einfach nicht schafft. Und das ist nicht das Fehlen von Gewalt (klar viel auch, weil alles anders funktioniert. Das Krieg ich poppelalltagsinnen auch mit)Sondern…. Eben wegen des Viele seins und der Erfahrung. Das geht schwer zusammen in der „normalen“ Welt. Die Parallele (Schaden = Gewalt/Therapie und trotzdem hin) und das Bewusst werden waren arg. Jetzt ist es eher so äh… Hat mit mir nichts zu tun. Nur so als Standbild quasi abrufbar.

Und was soll ich sagen….. Die Stunde war mehr als schräg. Ging nochmal um die vorherige Therapeutin. Dass sie uns bestimmt nicht nur mit einer Doppelstunde abfertigt. Und dass es wichtig Und gut wäre nochmal hin zu gehen und zu klären….und vielleicht kann sie ja in eins zwei Jahren mit uns weiter machen. Wooooohhhhhaaaa Stopp! Weitere „kann ja vielleichts“ können wir nicht gebrauchen….Und dann kam es unerwartet…. Sie kann mit uns keine Therapie machen, weil sie selbst nicht gut mit sich aufgestellt ist… Schwärze, kurz. Lange nicht so tief und… Ja. Aber doch… Weil genau das war doch Anliegen, bevor die andere Thera ihre Auszeit nahm. Was passiert mit uns, wenn sie nicht mehr (mit uns) arbeiten kann. (Was ja verneint wurde. Muss es nochmal betonen)…

Die Vertretungstherapeutin hat erst nach der Brief Sache geschrieben, dass sie da bleibt!!! Dass sie zweimal kurz hintereinander für 2-3 Wochen nicht da ist. Und wir schauen….und suchen und verstehen und was wir nicht machen. Dumme dumme dumme Menschlein. Da habt ihr was falsch verstanden!!! Sie bleibt eben ein Termin im August. Dann zwei Wochen Urlaub, dann zwei Wochen sehen und nochmal drei Wochen Urlaub und dann nochmal sehen so äh. Zweimal….um das Netzwerk zu stärken (Welches???). (Berta Telefon kam wieder. Keine Lust mehr zu erklären, dass das keine ausreichende Alternative ist und wir ja vor einer Zeit dort angerufen haben und auch da uns „Lähmung und tut mir leid“ entgegengekommen ist. Da anrufen geht vielleicht mit nem speziellen Anliegen) Aber Therapie geht nicht… Nächstes Jahr Januar. Februar…. Aha… Ok. Äh… Ne. Danke….

Noch jemand, die Patient A B und C versorgen kann. Aber uns halt nicht….

Sie versuchte zwanghaft etwas Gutes zu generieren. Also sie ist ja da und schaut mit… Und dass es gut war, dass wir gekommen sind…

Bei mir, M. War nur das Gefühl fürchterlich dumm und naiv zu sein (obwohl ich ja gar nicht hin wollte…. War dann wohl doch jemand anders. Wer weiß)

Hat uns dann zerschrettert. Sie hat in nem anderen Raum mit anderer Klientin eine Stunde gemacht. Ich weiß nicht mehr viel. Und kam dann am Boden ohne Körpergefühl, Bewegung und Sprache wieder nach vorne. Der Mann wurde wohl noch verständigt und war schon auf dem Weg. Zur Tasche gerobbt um Bedarfsmedikament zu Angeln. Und der Thera ne SMS geschrieben. Die kam auch so… Und war erschrocken. Gab dann auch einen Krampfanfall und die Thera wollte den RTW holen. Das dann zum Glück nicht…… Schaute oft, ob der Mann kam. Da war ne Tür. Eine Stimme…. Ohja. Schnell abgeben das Bündel…..

Es ist nichts mehr aufeinander. … Und Chaos. Einfach furchtbares Chaos und Vermischung von Trigger und Täter und Therapie. Die harten drei Ts…. Unbewältigbar. Ganz arg. Wir ertrinken. Und wollen nicht mehr….

Zu Hause…. Das steht daneben. Das schlechte Gewissen und die Scham und Selbsthass, dass die Familie nicht ausreicht, um zu heilen und zu halten…. Und grade auch wirklich zu viel ist an Normalität. Aber ich weiß, dass das so ist, weil es eben zwei verschiedene Welten sind!!!! Dass auch die Familie nicht weniger „wert“ ist. Sondern, dass das, was in uns ist einfach was anderes ist. Die beiden Sachen haben nichts miteinander zu tun. Das ist es…. Aber tröstlich ist es wenig. Doch hilft es in ganz bisschen Momenten mit der Selbstgeißelung aufzuhören, warum es nicht ausreicht… Es hat nichts damit zu tun. Die zwei Welten… Ich weiß, dass der Mann hier auch liest. Und ich hoffe, dass ankommt, was ich sagen will. Und es auch für ihn so besser verständlich ist.

Wir bräuchten jetzt ganz ganz dringend Hilfe……. Aber ja, jetzt ist es wohl so, dass das nicht mehr geht erstmal. Jetzt könnten sie recht haben damit, dass man Hilfe nicht mehr zulassen kann/darf. JETZT….

Kennt ihr das?

Hi heute morgen habe ich mit dem jüngsten Kind Lesen geübt. Und dann wurde es plötzlich schlimm. Unaushaltbarkeit. Todesangst und so so sehr bedroht. Ohne genau sagen zu können, was und doch auch keine Gefühle beschreiben zu können. Kann nicht greifen. Es ging lange. War dann auch ein Wechsel. Aber fühle mich immer noch total angespannt und zu viel. Kennt das jemand in dem Zusammenhang.

Und neulich war es so ähnlich. Da ging es um Zaubersprüche von Harry Potter. Da waren wir aber ganz aus über lange Zeit….

Würde es gerne verstehen. Und irgendwas tun, damit diese Anspannung und Unaushaltbarkeit weg geht. Da gibt es keine Idee grade

Bewältigung?

Schwerverletzt tut selbst atmen weh. Kein Stück mehr heile. Und doch fehlt weiterhin das Gefühl und auch die Bedeutung. Tja. Wohl hochgradig dissoziiert und ein paar neue Innen gratis dazu. Jemand wiederholt immer wieder am Tag „Ich bin gesund und möchte das auch bleiben. Ihr geht da nicht.“ Es macht mich verrückt. Und Kriege es nicht gestoppt

Keine Hoffnung mehr war ja schon. Jetzt besteht nicht mal mehr die Chance, dass es wieder eine geben könnte. Der Umstand, dass es niemanden gibt, wo wir jetzt hin können ist das eine. Und mit all den Erfahrungen der letzten Jahre (und die davor) ist es unmöglich überhaupt noch einen Therapieraum zu betreten das viel gewichtigere andere. Das ist Unmöglich…

Keine Ahnung wie man das hinkriegen soll zu bewältigen. Da ist niemand…und es gibt keine Hilfe. Selbstrettung….Bitte liebe Dissoziation bleibe lange und eisern schwer.

Wie viel kann ein Mensch er_tragen?!

Am Montag war eine Mitarbeiterin von einer ambulanten Hilfe da, die mir u.a. gesagt hat, dass sie manchmal Zweifel an der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit hat, weil es bei den Klienten kaum Entwicklung gibt……. Mir gegenüber!!!! War noch mehr unfassbares aber das war einfach unübertroffen. Wir waren danach aus. Und nur am schauen, ob wir die mit der Meise sind. Schon wieder zu viel fordern, zu engstirnig. Immerhin meinte sie, ist in 11 Jahren erst eine Klientin nicht mit ihr zurecht gekommen…. Am Ende ist dann doch die Entscheidung gefallen, dass das nicht geht. Fertig. Abgesagt mit Begründung. Eine „vielen dank für die schnelle Reaktion“ Antwort bekommen. Haken dran.

Heute morgen so eine bleierne Schwere. Unter Anspannung und Entfremdungsgefühlen den Schülerlotsendienst hinter sich gebracht und Kind in den Kindergarten. Zu Hause ging nix mehr. Ins Bett…. Nach Innen gesprochen, ob man das heute bitte irgendwie hin kriegen könnte zur Therapie zu gehen. Die „Vertretungstherapeutin“ Schrieb, dass sie uns was wichtiges sagen müsse, was den Schmerz vielleicht etwas lindert. Und das war was Gutes . Es ging dann wirklich zu fahren… Ein Innen, hat sie in der letzten Stunde nach der vorherigen Therapeutin gefragt. Da war der Brief bei uns noch nicht angekommen. Und sie meinte, sie wisse nicht, was mit ihr sei. Und das Innen könne ihr Mal eine Mail schreiben und nachfragen…
Das war gelogen. Die VertretungsTherapeutin wusste es. Die andere hat sie vorher angerufen und Nach ihrer Meinung gefragt wie sie es uns sagen soll usw……
Hat gelogen, weil sie zu feige war es zu sagen in der Stunde.

Irgendwer ist einfach nur aus der Praxis gerannt. Ich war da aber anderes hatte übernommen. Am Auto die gesetzl. Betr. angerufen. Ohne Grund und Sinn. Ein Ort, wo man hin kann, damit man nicht. …damit nichts passiert. Und sie hatte zum Glück Zeit. Die Therapeutin kam nachgelaufen, wollte nicht, dass wir so fahren. Dann weiß ich nicht mehr….
Irgendwer hat uns in das Dorf der Betr. gefahren. Kein Gedanke. Keine einzige Träne. Kein Gefühl. Nur dumpf und leer und sehr hart. Endgültig zerbrochen an diesem Hilfeding.

Jetzt im Zimmer liegen. Unendlich erschöpft…. Aber sonst nichts. Kein Gedanke. Kein Gefühl…. Auch kein Gespür zu anderem Innen. Gestorben und doch am Leben. Das kennen wir. Nur anders.

Und am Ende ist gar nichts gut

Wir waren uns schon vor der Auszeit sicher, dass sie nicht mehr mit uns arbeiten wird. Weil es keinen Sinn machte, mit sowas wie uns, wenn sie selbst gebeutelt ist und zu tun hat. Sie verneinte. Beteuerte ihre Bereitschaft mit uns weiter zu arbeiten, wenn wir es sind, nach der Auszeit. Betonte das sogar noch, „auch, wenn IHR denkt, dass es nach der Klinik nicht weiter geht.“

Die Auszeit sollte bis Juni gehen. Sie verlängerte und ließ uns das über die Vertretungstherapeutin ausrichten und sie sich dann bei uns melden wird. Soweit so gut.

Manche Innen haben gewartet. Seit Montag auf ein Zeichen. Ich hier vorne war mir klar. Aber das Innen… Es… Hoffte noch auf irgendwas. Hing daran. Nun kam ein Brief…. Sie ist gesund und will das auch bleiben. Es wird Veränderungen in der Praxis geben. „So habe ich sehr sehr schweren Herzens die Entscheidung getroffen die Therapie mit euch zu beenden.“ Dieser Satz zog einen Stein im Magen herunter, obwohl es ja klar war. Oder zumindest mir. Aber die Verknüpfung….Ich bin gesund und möchte das auch bleiben. Mit euch geht das nicht….Der Satz hallt und Was darauf folgte waren allerlei Reaktion und ein so so heftiger Krampfanfall.

Es ist hart. Abschied. Verlust von…Aber das ist es nicht in der Schlimme. Es geht auch nicht darum, dass sie diese Entscheidung getroffen hat. Und all das. Es geht um den krassen Umgang damit und mit uns. Um das wie. Und da kommt man nicht zurecht. Menschen und Situationen mögen sich ändern, ja!!! Aber in dieser Art und Weise???!!! Dass sie so vergisst mit wem sie es zu tun hat…… Diese Ent_täuschung trifft ins ganz innerste. Dorthin wo sie war. Als das rückgemeldet wurde nicht zu reagieren und stattdessen uns die alleinige Verantwortung für die Therapieblockade zu geben… Okay. Das kriegt man dann noch hin und sie ist Mensch. Aber das danach. Das….. Hinhalten und auch nicht einhalten. Und jetzt einfach weg ohne wirklich zu ver_sorgen.

Wir wussten und sind bewusst, dass sie nie für ewig geblieben wäre und dass es schwierig werden wird in der Beziehung, weil wir sind wie wir sind. Und wir hatten unfassbare Angst. Sie hat mit ihrer Wärme und Verständnis Inneres eröffnet (und ist vielleicht auch da schon über Grenzen geraten???). Und trotz dieser Angst haben wir Sicherheit fassen können, dass sie einen Abschluss, Trennung, nicht weiter können oder was auch immer so gestaltet, dass wir ok aus der Sache raus gehen….. Uns Darin so getäuscht zu haben ist unbeschreiblich.

Sie hat einfach diesen Brief geschrieben. Auf der Rückseite noch Abschlussgespräch angeboten. Mit Terminen ende nächster Anfang übernächster Woche.Und die Termine so spät, damit wir uns hübsch erstmal beruhigen können oder dissoziieren. Klar, kann man das auch sehen, dass in der Emotionalität nicht wirklich gesprochen werden kann. KANN MAN…. Ja, gut gemeintes, Bewertungen und Erleben gehen oft auseinander. Die Vertretungstherapeutin sah in dem Weg des Briefes einen Schutz für uns. Dem nicht bei ihr so ausgeliefert zu sein. Ich erkenne das nicht. Ich ersehe darin einen alleinigen Schutz für die Therapeutin selbst. Weil sie dann unsere Reaktion nicht aushalten muss. Ihr es vielleicht wirklich sehr unangenehm ist. Aber das kann ich nicht annehmen in der Rolle der Therapeutin. Uns diesen Brief zu schicken und mit der Reaktion allein zu lassen….. Als wäre es nichts. Nicht mal die Vertretungstherapeutin zu informieren…….

Es wird Gründe geben. Klar. Und ich kann Verständnis haben. Aber darum geht es ja nicht. Sondern das, was es macht und wie man damit dann umgeht….. Mit dem Wissen, was sie über uns hat und wie die letzte Zeit verlaufen ist. Und das es eben auch in dieser brutalen Hoffnungslosigkeit in Besserung, Linderung endete in der wir seit jetzt einem halben Jahr stecken.

Ich für mich bin mir klar, dass es in mir nichts befrieden würde oder irgendwas, mich nochmal mit ihr zu treffen. Nach all dem vielleichts und Wiedersprüchlichkeiten könnte ich ihr kein Wort glauben. Das ist zu zerstört, auch wenn ich es mir anders wünschte, nichts mehr wünschte, als es zu einem okayen Ende zu bringen!!!….. Die Erinnerung der Herzlichkeit von ihr ist da und kann ich als Schatz mitnehmen. Im Inneren jetzt schon Schmerz und das Vermissen. Auch die Sicherheit dort. Das Gesehen werden. Das Giftband drum herum allerdings macht das Herz hart. Und Verstört, Täuschungsgefühle, Zweifel der Echtheit.

Bei all dem, was sie weiß, so zu handeln.

Ich weiß nicht, wie ich damit jetzt weiter machen soll…. Mit Menschen.