Vorne dran, weit weg höre ich Stimmen. Sie klimper klappern durch den Tag.
Ich weiß, dass sie uns wahrnehmen. Weil wir nicht federleicht zu tragen sind wie das Gewand nach außen scheint.
Sie verdecken uns nur vor der Welt. Nicht von sich selbst. Und obwohl sie nicht das gesehen und erlebt haben, was ich erleben musste, wird der weiche Vorhang zu Ketten.
Heute Nacht eine Stunde länger. Diese Schwere spüre ich jedes Jahr aufs Neue.
Die Wände sind nicht mehr kalt. Der Boden ist nicht mehr hart. Mein Körper in Sicherheit. Aber auch er weiß es nicht. Er hat Augen. Doch die reichen nicht bis dorthin, soweit SIE gekommen sind.
Er wird kalt. Versucht zu sterben, obwohl er es nicht mehr muss. Wie die meteorologischen Jahreszeiten erlebt der Körper eine eigene Uhr.
Ich sehe nach draußen.
Die Wände sind nicht mehr kalt. Der Boden ist nicht mehr hart. Allein damit bin ich trotzdem noch. Vorbei ist es nur zeitlich.
Eine Stunde mehr.


